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Grundlagen zur Umsetzung Pflegefinanzierung im 2012

Nach den Tarifen für die Leistungen der Pflege im Jahr 2012 für die Zürcher Alters- und Pflegeheime (RRB Nr. 1233/2011 vom 5. Oktober 2011) sind nun auch die Vorgaben zu den Normdefiziten im Jahr 2012 bekannt (Kreisschreiben der Gesundheitsdirektion vom 14. Oktober 2011).

Mit diesen Angaben können die massgeblichen Normkosten errechnet werden. Offensichtlich sind die Normkosten unter Anrechnung eines Teuerungszuschlags von 0,8% weitergeschrieben worden. 

Die Übersicht zu den massgeblichen Normkosten (gerundet), dem Beitrag der Krankenversicherungen, dem Eigenanteil der Pflegebedürftigen sowie dem Normdefizit hat Curaviva Kanton Zürich im Dokument ‚Grundlagen Umsetzung Pflegefinanzierung im Jahr 2012’ zusammengestellt. Da von offizieller Seite für das Jahr 2012 nur noch die Beiträge der Krankenversicherungen und die Werte für das Normdefizit veröffentlicht wurden, hat Curaviva Kanton Zürich die Werte für die gerundeten Normkosten sowie des Eigenanteils nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt. Curaviva Kanton Zürich übernimmt aber keine Gewähr für die Richtigkeit der ermittelten Zahlen.

Bei den Tarifen für die Akut- und Übergangspflege gibt es seit den vorsorglichen Massnahmen durch den Regierungsrat (RRB Nr. 234/2011 vom 2. März 2011) keine wesentlichen Neuigkeiten. Die dort festgesetzten Werte gelten provisorisch auch für das Jahr 2012. Curaviva Kanton Zürich geht davon aus, dass weiterhin die im März kommunizierten, kaufmännisch gerundeten Anteile der Krankenversicherungen und der Gemeinden zur Anwendung gelangen (Link zu Dokument). 

Ergänzend muss erwähnt werden, dass ab 1. Januar 2012 mit dem neuen Zürcher Spitalplanungs- und Finanzierungsgesetz die Pflegeversorgung ausschliesslich von den Gemeinden mitfinanziert wird. Die bisherige Beteiligung des Kantons entfällt.


Regierungsrat legt die Tarife für die Pflegeleistungen 2012 fest

Im Rahmen der Umsetzung der Pflegefinanzierung hat der Regierungsrat des Kantons Zürich an seiner Sitzung vom 5. Oktober 2011 die schon länger erwarteteten Tarife 2012 der Krankenversicherungen für die Pflegeleistungen festgelegt. 

Die für das Jahr 2011 festgelegten Tarifstrukturen für Pflegeheime gelten für das Jahr 2012 unverändert weiter, d.h. es gelten beim System BESA weiterhin die bisherigen 4 Stufen und beim System RAI/RUG die bisherigen 12 Stufen. Die Umsetzung der Kalibrierung erfolgt im Kanton Zürich also noch nicht auf das Jahr 2012.

Die bisherigen Vergütungen der Krankenversicherungen für die Pflege sind im Kanton Zürich höher angesetzt als die CHF 9.00 pro 20 Minuten, welche spätestens auf das Jahr 2014 gelten werden. Im Jahr 2011 sind die Beiträge noch gleich hoch wie im Jahr 2010 festgesetzt worden. Nun aber werden auf das Jahr 2012 die Tarife der Krankenversicherungen im System BESA um 6,4% reduziert und im System RAI/RUG um 2,8%. In der Gegenüberstellung sind die KVG-Pauschalen für Pflegeleistungen 2011 und 2012 in Zürcher Pflegeheimen ersichtlich.

Die für das Jahr 2011 festgelegten Tarifmodalitäten (wie in den Verträgen zwischen Krankenversicherungen und den Zürcher Pflegeheimen bis Ende 2010) gelten im Jahr 2012 unverändert weiter.

Nachstehend finden Sie den vollständigen Beschluss 1233/2011 des Regierungsrates vom 5. Oktober 2011: 

Pflegefinanzierung (Festlegung der Tarife für das Jahr 2012)


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