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MM_Pflegefinanzierung_ungenügend_20140716.pdf

Auswertung Kostenrechnung 2013

Nach dem Schock der letztjährigen Festsetzung von reduzierten Normkosten für das Jahr 2014 hat Curaviva Kanton Zürich Anstrengungen unternommen, die Datenqualität der Kostenrechnungen zu verbessern. Dazu gehörten auch die rege besuchten Einführungsveranstaltungen zum neuen KORE-Modell, dem Branchenmodell KGL, welches neu zur Anwendung empfohlen wurde.

Wie schon in den vorangegangenen Jahren hat Curaviva Kanton Zürich die Zürcher Pflegeheime aufgefordert, die Kostenrechnung für das Jahr 2013 einzureichen. Es ist eine Rekordmenge an Kostenrechnungen eingereicht worden. Der Gesamtdatenbestand umfasst 153 Betriebe in 116 Organisationen mit gegen 75% aller Aufenthaltstage (4'353’646 von 5'841’885, was 74,52% entspricht) in Alters- und Pflegeheimen des Kantons Zürich. Der überwiegende Teil der Kostenrechnungen (Basis 133 Betriebe) wurde anhand der neuen Vorlage des Zürcher Branchen-Modells erstellt. 

Die umfassende Datengrundlage mit 4,35 Mio. Aufenthaltstage, 356,66 Mio. Pflegeminuten und 1'358,75 Mio. Kosten erlauben uns, ausführlichere Auswertungen vorzunehmen. Die Pflegekosten haben sich gegenüber dem Vorjahr verteuert. Der Mittelwert liegt bei CHF 1.46 pro Minute und der gewichtete Mittelwert bei CHF 1.43 pro Minute. Das 50ste Perzentil haben wir auf Basis der erbrachten Pflegeleistungen errechnet und weisen für diesen Betrieb einen Wert von CHF 1.40 pro Minute aus.

Anhand der Auswertung lässt sich feststellen, dass 80% der Betriebe höhere Pflegekosten ausweisen als durch die aktuellen Normkosten gedeckt wäre. Dieser Umstand weist auf die ungenügende Umsetzung der Pflegefinanzierung im Kanton Zürich hin, weshalb Curaviva Kanton Zürich sich entschieden hat, dazu eine Medienmitteilung zu verfassen, welche heute publiziert wurde: 

Medienmitteilung vom 16. Juli 2014

Die Gesamtauswertung der Kostenrechnung 2013 weist durchschnittliche Kosten für die Hotellerie von CHF 135.61, für die Betreuung von CHF 47.86 und für die Pflege CHF 135.78 pro Tag. Die Berechnung des Mittelwertes in der Betreuung weicht von den früheren Auswertungen ab, in welchen die Tage in der Stufe 0 nicht zu den Betreuungstagen mitgerechnet wurden. Entsprechend ist auch der Mittelwert im Jahr 2013 deutlich tiefer als im Jahr 2012 (und deshalb nicht gut vergleichbar mit den Vorjahren).


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