News ZH

Vorsorgliche Massnahmen Akut- und Übergangspflege

Wie bekannt ist, handelt es sich bei der Akut- und Übergangspflege (AueP) um einen 14-tägigen Behandlungsabschnitt für ambulante oder stationäre Pflegeleistungen gemäss Art. 7 KLV nach einem Spitalaufenthalt, welche durch einen Spitalarzt verordnet werden. Diese Behandlung untersteht anderen Finanzierungsregeln als die übrigen, "normalen" Pflegeleistungen.

In der Akut- und Übergangspflege müssen nach wie vor Tarife zwischen den Krankenkassen und den Alters- und Pflegeheimen ausgehandelt werden. Weil aber keine Einigung erzielt werden konnte, haben Curaviva Kanton Zürich und die Stadt Zürich beim Regierungsrat eine Festsetzung mit Erlass von vorsorglichen Massnahmen verlangt.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 2. März 2011 zu Tarifen für Akut- und Übergangspflege (AueP) in Pflegeheimen vorsorgliche Massnahmen beschlossen. Der Regierungsrat hat für die Dauer des Verfahrens entschieden, eine Pauschale in der Höhe der Normkosten für jede Pflegestufe gemäss den Einstufungssystemen BESA und RAI/RUG festzulegen. Er hat zudem die Forderung von santésuisse abgelehnt, ein Meldeformular für die Akut- und Übergangspflege (AueP) für verbindlich zu erklären.

Somit sind die Leistungen der Akut- und Übergangspflege vorläufig mit diesen Pauschalen pro Pflegebedarfsstufe abzurechnen. Die Aufteilung auf den Anteil der Krankenversicherungen (45%) und den Anteil der Gemeinden (55%) ist aus der beiliegenden Übersicht zu entnehmen. Mangels Einigung mit den Krankenversicherungen kann die Anordnung des Spitalarztes aus unserer Sicht vorderhand ohne ausführlichen Fragekatalog bzw. entsprechendes Formular erfolgen. Das Ergebnis der Bedarfsabklärungen muss wie bei den übrigen Pflegeleistungen festgehalten werden. Im Gegensatz zu den übrigen Pflegeleistungen muss der Pflegebedarf nicht durch den Arzt bestimmt werden (Art. 8 Abs. 3bis KLV)

Übersicht Pflichtleistungen Akut- und Übergangspflege in Zürcher Alters- und Pflegeheimen (provisorische Festsetzung gemäss RRB vom 2. März 2011:

auep_Pflichtleistungen-prov_RRB_20110302.pdf


Informationen für die UBA Zürich/Schaffhausen

Heute hat sich die Fachkommission der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter Zürich und Schaffhausen zur neuen Pflegefinanzierung und dem Pflegegesetz des Kantons Zürich informieren lassen. Claudio Zogg, Curaviva Kanton Zürich, hat die Informationen präsentiert und die viele Fragen eines aufmerksamen Publikums beantwortet.

Die gesamte Präsentation kann über den nachfolgenden Link abgerufen werden (aber Achtung: die Präsentation hat 50 Folien!):

Präsentation Pflegefinanzierung für UBA ZH/SH vom 21. März 2011


© Curaviva Kanton Zürich 2014