Im Kanton Zürich vorderhand weiterhin Vergütung von MiGeL

tarifsuisse hat Anfang Jahr verkündet, dass die MiGeL-Kosten der Schweizerischen Pflegeheime nur noch bis Ende Juni 2015 bezahlt würden. An dieser Haltung haben sie bis anhin (Ende Juni) nichts geändert. Ob tarifsuisse tatsächlich ihren Versicherungen empfiehlt, ab Juli keine MiGeL-Kosten für Pflegeheime mehr zu vergüten, wird sich zeigen. 

Im Kanton Zürich wird sich aber tarifsuisse an die gegenwärtig geltende hoheitliche Festsetzung des Zürcher Regierungsrates halten, bis ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts etwas anderes besagen würde. tarifsuisse hat dies zugesichert. Es werden also auch ab Juli 2015 vorderhand weiterhin MiGeL-Leistungen von Zürcher Alters- und Pflegeheimen durch die Versicherer von tarifsuisse vergütet.

Gegen die erwähnte hoheitliche Festsetzung des Zürcher Regierungsrats vom 25. Januar 2012 wurde durch die Versicherungen von tarifsuisse Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Ein Urteil liegt bis dato nicht vor. Die Mitgliedsbetriebe werden bei allfälligen Änderungen in der Vergütung von Nebenleistungen bzw. insbesondere von MiGeL-Leistungen informiert.

Die Vergütung von Nebenleistungen (also auch von MiGeL) durch die Versicherungsgruppen Helsana, Sanitas und KPT sind im Übrigen vertraglich geregelt, analog der erwähnten Festsetzung durch den Zürcher Regierungsrat. 

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