Diskussionen um die Vergütung von MiGeL-Materialien

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und mit ihm auch insbesondere die Versicherungen von tarifsuisse stellen sich seit einiger Zeit auf den Standpunkt, dass die MiGeL-Pflegematerialien nicht separat von den Krankenversicherungen zu vergüten seien. Die Pflegematerialien seien als Sachkosten Bestandteil der Pflegekosten. Die nationalen Verbände der Heime und Spitexorganisationen und die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK setzen sich weiterhin dafür ein, dass die Vergütung von MiGeL-Pflegematerialien durch die Krankenversicherungen gewährleistet ist. 

Tarifsuisse AG hat in diesem Zusammenhang die kantonalen Verbände informiert, dass die Versicherungen von tarifsuisse die Vergütung von MiGeL-Pflegematerialien  mit Wirkung ab dem 1. Juli 2015 einstellen werden.

Für die Abrechnung der MiGeL-Pflegematerialien und weiterer Nebenleistungen von Zürcher Alters- und Pflegeheime mit den Versicherungen von tarifsuisse gilt nach wie vor die Festsetzung vom 25. Januar 2012 durch den Zürcher Regierungsrat (vgl. auch unser Email vom 24. Oktober 2014). Die Festsetzung wurde durch diese Versicherungen beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Ein Urteil steht nach wie vor aus. Die künftige Vergütung von Nebenleistungen hängt eng mit dem Ausgang des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht zusammen. Die Abrechnung von Nebenleistungen gegenüber den Versicherungsgruppen von Helsana, Sanitas und KPT richten sich ab 2015 weiterhin nach dem Anschlussvertrag zum Administrativvertrag HSK. Die Regelung ist inhaltlich identisch mit der regierungsrätlichen Festsetzung.


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