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Urteil Bundesverwaltungsgericht zu den Nebenleistungen

Im seit dem Jahr 2011 andauernden Tariffestsetzungsverfahren zu den Nebenleistungen der Zürcher Alters- und Pflegeheime hat nun das Bundesverwaltungsgericht ein Urteil gefällt. Das Urteil vom 2. Juli 2015 ist sehr ausführlich (102 Seiten) und wurde Ende letzte Woche bekannt. Das Grundsatzurteil wurde im Rahmen einer Medienmitteilung am Freitag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nachfolgend der Link zum Urteil:

Urteil Bundesverwaltungsgericht vom 2. Juli 2015 zu den Nebenleistungen

Zum Inhaltlichen in Kürze:

  • Im Hauptstreitpunkt - nämlich der Frage, ob die Pflegeheime auch nach der Neuordnung der Pflegefinanzierung in ihren Räumlichkeiten ambulant erbrachte Nebenleistungen selber zulasten der Krankenversicherung in Rechnung stellen dürfen - haben die Zürcher Alters- und Pflegeheime Recht erhalten.
  • Die Pflegeheime können somit selbst erbrachte ärztliche und therapeutische Leistungen und auch selbst abgegebene Mittelund Gegenstände sowie Medikamente zulasten der Krankenversicherung abrechnen.
  • Die Einzelvergütungen von Arznei, Pflegematerialien und Analysen erfolgen gemäss den von den zuständigen Bundesbehörden erstellten Listen (MiGeL, SL, AL). Die Kantonsregierung hat diesbezüglich keine Regelungskompetenz. 
  • Ob Mittel und Gegenstände, die bei der Pflege durch das Pflegeheim selber verwendet werden, von der Pauschale für Pflegepflichtleistungen gedeckt sind oder nicht, wurde im Urteil nicht abgehandelt. 
  • Sämtliche vom Regierungsrat festgesetzten Tarife für die verschiedenen Nebenleistungen sind aber als unzulässig erachtet worden und wurden aufgehoben! Die Tarife müssen neu verhandelt werden!

Kommentar von Curaviva Kanton Zürich:

Curaviva Kanton Zürich hat mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass gemäss dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts Pflegeheime nicht nur Pflegeleistungen, sondern auch durch Pflegeheime selbst erbrachte ärztliche und therapeutische Leistungen in der Krankenversicherung abrechnen können. Ebenso ist klargestellt, dass die durch Pflegeheime selbst abgegebenen Mittel und Gegenstände sowie Medikamente als Leistungen der Krankenversicherung abgerechnet werden können. Bis ins Jahr 2009 war die Vergütung all dieser Nebenleistungen durch die Krankenversicherungen eine Selbstverständlichkeit. Die danach erfolgte Verweigerung der Vergütung von Nebenleistungen durch die Krankenversicherungen, welche bei tarifsuisse angeschlossen sind, hatte in der Branche der Alters- und Pflegeheime eine jahrelange Unsicherheit zur Folge. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit seinem Urteil vom 2. Juli 2015 dieser Unsicherheit ein Ende gesetzt. Somit wird es auch weiterhin möglich sein, dass Pflegeheime ärztliches und therapeutisches Personal anstellen können und die Pflegeheime deren erbrachten Leistungen über die Krankenversicherung abrechnen können. Das Urteil ist nicht nur für die Zürcher Alters- und Pflegeheime von Bedeutung, sondern bringt mehr Klarheit für die über 1'600 Schweizer Alters- und Pflegeheime in der Abrechnung von Nebenleistungen durch die Krankenversicherungen. 

Da aber im Urteil die durch den Regierungsrat festgesetzten Tarife als unzulässig erachtet werden und aufgehoben wurden, löst das Urteil aktuell im Kanton Zürich für die Alters- und Pflegeheime neue Unsicherheiten aus, die zuerst analysiert und danach mit den Versicherungen von tarifsuisse besprochen und verhandelt werden müssen.

Im Kanton Zürich vorderhand weiterhin Vergütung von MiGeL

tarifsuisse hat Anfang Jahr verkündet, dass die MiGeL-Kosten der Schweizerischen Pflegeheime nur noch bis Ende Juni 2015 bezahlt würden. An dieser Haltung haben sie bis anhin (Ende Juni) nichts geändert. Ob tarifsuisse tatsächlich ihren Versicherungen empfiehlt, ab Juli keine MiGeL-Kosten für Pflegeheime mehr zu vergüten, wird sich zeigen. 

Im Kanton Zürich wird sich aber tarifsuisse an die gegenwärtig geltende hoheitliche Festsetzung des Zürcher Regierungsrates halten, bis ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts etwas anderes besagen würde. tarifsuisse hat dies zugesichert. Es werden also auch ab Juli 2015 vorderhand weiterhin MiGeL-Leistungen von Zürcher Alters- und Pflegeheimen durch die Versicherer von tarifsuisse vergütet.

Gegen die erwähnte hoheitliche Festsetzung des Zürcher Regierungsrats vom 25. Januar 2012 wurde durch die Versicherungen von tarifsuisse Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Ein Urteil liegt bis dato nicht vor. Die Mitgliedsbetriebe werden bei allfälligen Änderungen in der Vergütung von Nebenleistungen bzw. insbesondere von MiGeL-Leistungen informiert.

Die Vergütung von Nebenleistungen (also auch von MiGeL) durch die Versicherungsgruppen Helsana, Sanitas und KPT sind im Übrigen vertraglich geregelt, analog der erwähnten Festsetzung durch den Zürcher Regierungsrat. 

Diskussionen um die Vergütung von MiGeL-Materialien

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und mit ihm auch insbesondere die Versicherungen von tarifsuisse stellen sich seit einiger Zeit auf den Standpunkt, dass die MiGeL-Pflegematerialien nicht separat von den Krankenversicherungen zu vergüten seien. Die Pflegematerialien seien als Sachkosten Bestandteil der Pflegekosten. Die nationalen Verbände der Heime und Spitexorganisationen und die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK setzen sich weiterhin dafür ein, dass die Vergütung von MiGeL-Pflegematerialien durch die Krankenversicherungen gewährleistet ist. 

Tarifsuisse AG hat in diesem Zusammenhang die kantonalen Verbände informiert, dass die Versicherungen von tarifsuisse die Vergütung von MiGeL-Pflegematerialien  mit Wirkung ab dem 1. Juli 2015 einstellen werden.

Für die Abrechnung der MiGeL-Pflegematerialien und weiterer Nebenleistungen von Zürcher Alters- und Pflegeheime mit den Versicherungen von tarifsuisse gilt nach wie vor die Festsetzung vom 25. Januar 2012 durch den Zürcher Regierungsrat (vgl. auch unser Email vom 24. Oktober 2014). Die Festsetzung wurde durch diese Versicherungen beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Ein Urteil steht nach wie vor aus. Die künftige Vergütung von Nebenleistungen hängt eng mit dem Ausgang des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht zusammen. Die Abrechnung von Nebenleistungen gegenüber den Versicherungsgruppen von Helsana, Sanitas und KPT richten sich ab 2015 weiterhin nach dem Anschlussvertrag zum Administrativvertrag HSK. Die Regelung ist inhaltlich identisch mit der regierungsrätlichen Festsetzung.


Fragen zur Umstellung auf tiers payant

Verschiedentlich wurde die Geschäftsstelle von Curaviva Kanton Zürich angefragt, ob das System tiers payant auch für den Bereich der Nebenleistungen (insbesondere MiGeL) gelte. Der Wortlaut von Art. 9 Abs. 1 des nationalen Administrativvertrag tarifsuisse ist klar: „Schuldner der Vergütung gemäss diesem Vertrag ist der Versicherer (System des Tiers payant, Art.42 Abs.2 KVG). Dies gilt für sämtliche KVG pflichtigen Leistungen, die der Leistungserbringer selbstständig abrechnen kann."

Tiers payant gilt also auch für die Pflegematerialien gemäss MiGeL und die übrigen Nebenleistungen. 

Curaviva Kanton Zürich geht davon aus, dass die Alters- und Pflegeheime gegenüber allen Kassen (Versicherungen die sowohl tarifsuisse wie auch HSK angeschlossen sind) und mit allen KVG-pflichtigen Leistungen tiers payant abrechnen (sofern sie den Verträgen beigetreten sind). Entsprechend wird Curaviva Kanton Zürich die Beitrittslisten anpassen und den Krankenversicherungen kommunizieren.

Ebenfalls haben einige Mitgliedsbetriebe sich nach einer Datei mit den Rechnungsadressen der Krankenversicherungen erkundigt. Im nachfolgenden Link erhalten Sie einen Überblick über die Rechnungsadressen der gängigsten Krankenversicherungen für die Abrechnung im Kanton Zürich:

Sammeladressanschriften Krankenversicherer im System tiers payant (Stand 15.01.2015)

Beitritt zum nationalen Administrativvertrag tarifsuisse

Nach dem Adminisitrativvertrag mit den Krankenversicherungen Helsana, Sanitas und KPT (HSK) konnte Curaviva Schweiz nun auch einen nationalen Administrativvertrag mit tarifsuisse abschliessen. Das Beitrittsverfahren dauert bis 7. April 2014. Curaviva Kanton Zürich empfiehlt auch diesem Vertrag beizutreten.

Zur Erinnerung: Seit 1. Januar 2011 gibt es im Bereich der KVG-Leistungsvergütung von ordentlichen Pflegeleistungen keine Verträge mehr zwischen den Krankenversicherungen und den  Zürcher Alters- und Pflegeheimen. Der Zürcher Regierungsrat hat für die Übergangsfrist von 2011 bis 2013 noch die früheren Modalitäten als verbindlich erklärt. Nun füllen die beiden nationalen Administrativverträge mit HSK und tarifsuisse die ab 1. Januar 2014 entstehende Regelungslücke und sollen den Alters- und Pflegeheimen mehr Sicherheit im Verkehr mit den Krankenversicherungen bieten. Sie gewährleisten die Zahlungen im Bereich der ordentlichen Pflegeleistungen wie auch der Nebenleistungen (Arzt, Medikamente, Therapien, MiGeL). Ebenfalls ist das Controlling der Krankenversicherungen strukturiert geregelt.

Wie schon der erste Administrativvertrag regelt der vorliegende nationale Administrativvertrag tarifsuisse die allgemeinen Abläufe und Zahlungsmodalitäten. Im Unterschied zur HSK (separater kantonaler Anschlussvertrag) sind die Nebenleistungen für das Jahr 2014 im Administrativvertrag tarifsuisse enthalten (Anhang 4, letzte Seite). 

Die Tarife und Modalitäten der Nebenleistungen entsprechen der bisherigen Regelung des Regierungsrates. Die Festsetzung des Zürcher Regierungsrates aus dem Jahr 2011 wurde von den meisten Krankenversicherungen beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Ein Urteil steht nach wie vor aus. Die Regelung im Rahmen des Vertrags sichert die Finanzierung der Nebenleistungen für das ganze Jahr 2014. Neu können die Nebenleistungen auch im Verfahren tiers payant ausgerichtet werden.

Die beiden Administrativverträge enthalten einige Unterschiede, die wichtigen Vertragsinhalte sind in beiden Verträgen jedoch identisch. Hier die wesentlichen Differenzen:

- Art. 9 Abs. 1: Rechnungsstellung erfolgt im Verfahren tiers payant und muss gemäss Art. 22 Abs. 7 der Übergangsbestimmungen bis 1. Januar 2015 eingeführt werden. Ein Wechsel von tiers garant zu tiers payant ist auch per 1. Juli 2014 möglich, sofern bis Ende April den Krankenversicherungen mitgeteilt (via Curaviva Kanton Zürich).

- Art. 6 und Art. 10: weitergehende Inhalte in Bedarfsmeldung und Rechnung, die durch Instrumente geliefert werden müssen.

- Art. 9 Abs. 3: Zahlungsfristen sind schlechter als bei HSK (35 statt 30 Tage ohne elektronischen Datenaustausch).

Der Vertrag im Wortlaut (Link):

Administrativvertrag tarifsuisse
 

Das Beitrittsformular (Link):

Beitrittserklärung zu Administrativvertrag tarifsuisse


Beitritt zum nationalen Administrativvertrag HSK

Mit den Krankenversicherungen Helsana, Sanitas und KPT (HSK) konnte Curaviva Schweiz einen nationalen Administrativvertrag abschliessen. Im Rahmen des Zürcher Anschlussvertrags sind nun die Nebenleistungen für die Zürcher Alters- und Pflegeheime geregelt worden. Nun können die Zürcher Alters- und Pflegeheime diesen Verträgen beitreten.

Seit 1. Januar 2011 gibt es im Bereich der KVG-Leistungsvergütung von ordentlichen Pflegeleistungen keine Verträge mehr zwischen den Krankenversicherungen und den  Zürcher Alters- und Pflegeheimen. Im Rahmen der Übergangsfrist der Pflegefinanzierung (2011 bis 2013) hat der Regierungsrat für die Modalitäten auf die früheren Regelungen hingewiesen. Die nationalen Administrativverträge mit den Krankenversicherungen füllen nun die ab 1. Januar 2014 entstehende Regelungslücke und sollen den Alters- und Pflegeheimen mehr Sicherheit im Verkehr mit den Krankenversicherungen bieten. 

Der vorliegende nationale Administrativvertrag HSK regelt die allgemeinen Abläufe und Zahlungsmodalitäten, der kantonale Anschlussvertrag (Vertragspartner auf Seiten der Heime: Curaviva Kanton Zürich und die Stadt Zürich) regelt für die Nebenleistungen die Tarife für MiGel, Arzt, Medikamente und Therapien. Bitte beachten Sie in den Verträgen insbesondere:



Administrativvertrag

Art. 5 Bedarfsmeldung: hält fest, welche Angaben auf der Bedarfsmeldung aufgeführt sein müssen

Art. 9 Rechnungsstellung: hält fest, welche Angaben auf der Rechnung an die Krankenkasse aufgeführt sein müssen

Art. 12: Enthält die neuen Bestimmungen der Einstufungsüberprüfung.

Der Vertrag im Wortlaut (Link):

Administrativvertrag HSK
 

Anschlussvertrag Nebenleistungen

Die im Anschlussvertrag geregelten Nebenleistungen entsprechen der bisherigen Vertragslösung mit HSK.

Der Zürcher Anschlussvertrag im Wortlaut (Link):

Zürcher Anschlussvertrag (Nebenleistungen)

Beitritt

Der Beitritt zu den beiden Verträgen (Administrativvertrag HSK und Zürcher Anschlussvertrag) kann nur gemeinsamerfolgen, ein Betritt zu nur einem Vertrag ist nicht möglich.



Das Beitrittsformular (Link):

Beitrittserklärung zu Administrativvertrag HSK


Genehmigung kantonale Verträge Akut- und Übergangspflege

An seiner Sitzung vom 15. Januar 2014 hat der Regierungsrat die beiden Tarifvverträge (HSK und tarifsuisse) für Akut- und Übergangspflege in Zürcher Pflegeheimen (rückwirkend ab 1. Januar 2013) genehmigt. 

Somit können diejenigen Gemeinden, welche bis anhin die Restfinanzierungszahlungen mangels Genehmigung sistierten, die Nachzahlungen veranlassen. 

Die beiden Verträge mit dem Tarif von CHF 168.00 pro Tag gelten auch für das Jahr 2014.


Stand nationale Verträge mit den Krankenversicherungen

Ausgangslage

Die allgemeinen Abläufe und Zahlungsmodalitäten für die Abrechnung von Pflegeleistungen gegenüber den Krankenversicherungen waren vor Einführung der Pflegefinanzierung in Verträgen geregelt. Seit dem Jahr 2011 gibt es im Bereich der ordentlichen Pflegeleistungen der stationären Langzeitpflege keine Verträge mehr. Der Zürcher Regierungsrat bestimmte aber während der Übergangszeit bis Ende 2013, dass Modalitäten der früheren Verträge zur Anwendung kommen.

Ab 2014 wird es neu nationale Verträge für den Bereich der ordentlichen Pflegeleistungen geben sowie allenfalls kantonal notwendige Verträge. Die Situation wird noch dadurch angereichert, dass die Verträge mit zwei verschiedenen Krankenversicherungsgruppen (tarifsuisse sowie die Gruppe HSK mit den Versicherungen Helsana, Sanitas, KPT) ausgehandelt werden müssen.

Stand nationaler Administrativvertrag mit HSK (Mitte Dezember 2013)

Mit den Versicherungen Helsana, Sanitas und KPT (HSK) besteht ein nationaler Administrativvertrag. Der Vorstand von Curaviva Kanton Zürich hat für den Kantonalverband den Beitritt zu diesem Vertrag beschlossen.

In einem kantonalen Anschlussvertrag mit HSK haben Curaviva Kanton Zürich und die Stadt Zürich Regelungen zu den Nebenleistungen geschlossen. Dieser Vertrag wird gegenwärtig von allen Vertragsbeteiligten unterzeichnet. Gegenüber den bisherigen HSK-Verträgen zu den Nebenleistungen gibt es keine Veränderungen, zumal dies auch der regierungsrätlichen Festsetzung gegenüber den anderen Krankenversicherungen entspricht, gegen welche ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nachwievor hängig ist.

Sobald die Vertragsunterzeichnung erfolgt ist, werden die Zürcher Alters- und Pflegeheime im Verlauf des Monats Januar 2014 über das Beitrittsverfahren orientiert.

Stand nationaler Vertrag mit tarifsuisse (Mitte Dezember 2013)

Die Verhandlungen mit tarifsuisse für einen nationalen Vertrag konnten Mitte Dezember 2013 abgeschlossen werden. Nach einer Bereinigung und Präzisierung eines offenen Punktes sollte Mitte Januar 2014 der definitive nationale Vertrag mit tarifsuisse vorliegen. 

Curaviva Kanton Zürich wird die Mitglieder über den Abschluss und das Beitrittsverfahren orientieren.

Verträge Akut- und Übergangspflege und Tages- und Nachtstrukturen

Die im Juni 2013 geschlossenen Tarifverträge mit tarifsuisse und HSK im Bereich der Akut- und Übergangspflege sowie die Vereinbarung mit HSK zu den Tages- und Nachtstrukturen bleiben auch für das Jahr 2014 weiterhin gültig.

 


Tages- und Nachtstrukturen

Vereinbarungen zu Tages- und Nachtstrukturen

Mit tarifsuisse konnte nun eine Einigung gefunden werden, wie die Einstufung für Tages- und Nachtstrukturen in Zürcher Alters- und Pflegeheimen zu erfolgen hat. Wie bereits bekannt empfehlen wir die Abrechnung mit dem Bedarfsformular für Tages- oder Nachtstätten (vgl. Unterlagen zu Verträgen). RAI-Betriebe können nebst diesem Formular das Bedarfsabklärungsinstrument RAI/RUG anwenden (Modul für Kurzaufenthalter oder das neue Modul für Tages- oder Nachstrukturen D/N) und machen den Krankenversicherungen Meldung mit dem ‚Pflege- und Behandlungsausweis’. Der Wortlaut der Einigung ist aus diesem Link ersichtlich.

 Somit präsentiert sich die Situation der Einstufung für Tages- und Nachtstrukturen wie folgt:

  • Mit den Versicherungen Helsana, Sanitas und KPT erfolgt eine einheitliche Einstufung in Stufe 5.
  • Mit den Versicherungen, die durch tarifsuisse vertreten werden, erfolgt eine Einstufung mit dem ‚Bedarfsformular für Tages- oder Nachtstätten’. RAI-Betriebe können alternativ die vom Bedarfsinstrument vorgesehenen Module anwenden und melden die Einstufung mit dem ‚Pflege- und Behandlungsausweis’.

 Beitrittserklärungen

Für die Anwendung der Einigung mit tarifsuisse und die Abrechnung der Krankenversicherungsleistungen gegenüber diesen Versicherungen müssen die Betriebe der Vereinbarung nicht beitreten.

Hingegen ist ein Beitritt notwendig zum Vertrag Tages- und Nachtstrukturen mit den Versicherungen Helsana, Sanitas und KPT.

Wenn das Alters- und Pflegeheim Leistungen der Akut- und Übergangspflege abrechnen will, so muss der Betrieb den beiden Tarifverträgen mit tarifsuisse sowie Helsana, Sanitas und KPT beitreten.

Die bis 15. August 2013 an Curaviva Kanton Zürich mitgeteilten Beitritte (rechtsgültig unterzeichnete Beitrittserklärungen) werden in die Beitrittslisten aufgenommen und gegenüber den Krankenversicherungen kommuniziert.

Die Vertragsunterlagen und die Beitrittserklärungen sind zu finden unter:

http://www.pflegefinanzierung-zh.ch/vertrage.html

Tarifverträge AueP für Zürcher Alters- und Pflegeheime abgeschlossen

Mit tarifsuisse sowie mit Helsana, Sanitas und KPT haben Curaviva Kanton Zürich und die Stadt Zürich Tarifverträge für die Pflegeleistungen im Rahmen der Akut- und Übergangspflege (AueP) ab 1. Januar 2013 abgeschlossen. Statt der bisherigen Pauschalen nach Stufen konnte man sich auf einen einheitlichen Tarif von CHF 168.00 pro Tag für alle AueP-Fälle einigen. Von diesem Betrag werden 45% durch die Krankenversicherungen (CHF 75.60) und 55% von den Gemeinden (CHF 92.40) übernommen.

Die Abrechnung der Nebenleistungen (Arzt, Arznei, Therapien, Pflegematerialien) erfolgt gemäss den aktuellen Bedingungen (gemäss Verträgen Helsana, Sanitas und KPT; bei den übrigen Versicherungen gemäss den vorsorglichen Massnahmen des Regierungsrates), also identisch wie bei den ordentlichen Pflegeleistungen.

Voraussetzung
Voraussetzung für die Abrechnung von Leistungen der Akut- und Übergangspflege für längstens 14 Tage durch die anerkannten Zürcher Alters- und Pflegeheime ist das Vorliegen einer spitalärztlichen Verordnung. Spätestens mit der Rechnung muss dem Versicherer ein entsprechendes Meldeformular zugestellt werden (vgl. Anhänge der Verträge).

Modalitäten
Der Tarifvertrag tritt rückwirkend ab 1. Januar 2013 in Kraft. Eine Rückabwicklung von bereits ausgerichteten Leistungen der Krankenversicherungen für das Jahr 2013 ist nicht möglich. Die Modalitäten entsprechen denjenigen wie bei den ordentlichen Pflegeleistungen. Die Verträge sehen im Grundsatz ‚tiers payant’ für die Abrechnung vor. Doch kann vorläufig das Wahlrecht bei der Abrechnung (tiers payant/tiers garant) bis Ende 2014 ausgeübt werden. Für die Abrechnung der Akut- und Übergangspflege muss der Leistungserbringer spätestens ab 1. Januar 2014 über eine separate ZSR-Nummer für die Akut- und Übergangspflege verfügen. Diese kann bei der folgenden Adresse bezogen werden: zsr@sasis.ch (Für Pflegeheime, die bereits über eine ZSR-Nummer verfügen, sollte eine Email-Anfrage genügen). 

Beitritt
In den Unterlagen finden Sie den Vertrag mit tarifsuisse sowie die Vertragsversion mit den drei Krankenversicherungen Helsana, Sanitas und KPT sowie entsprechend zwei Beitrittsformulare. Wenn ein Alters- und Pflegeheim den Verträgen beitreten möchte, sind die vollständig ausgefüllten Beitrittsformulare innert 45 Tagen an Curaviva Kanton Zürich einzusenden. Beim tarifsuisse-Vertrag muss zusätzlich das unterschriebene AueP-Konzept mitgeliefert werden.

Die Beitrittslisten werden den Krankenversicherungen regelmässig kommuniziert und voraussichtlich via Internet zugänglich gemacht. Die Altersheime Stadt Zürich und Pflegezentren der Stadt Zürich werden automatisch in die Beitrittslisten aufgenommen, da diese Heime in den Verhandlungen direkt durch die Stadt Zürich vertreten wurden.

Der Beitritt zu den Verträgen steht auch Alters- und Pflegeheimen offen, die nicht Mitglied von Curaviva Kanton Zürich sind. Dies ist gesetzlich so vorgesehen. Für den Beitritt ist aber eine Beitrittsgebühr sowie ein jährlicher Unkostenbeitrag zu entrichten. Das entsprechende Reglement kann bei Curaviva Kanton Zürich bezogen werden.

Link: Unterlagen (Verträge, Beitrittserklärungen, Konzept Akut- und Übergangspflege) 



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